Abstinenznachweis

Warnung: „MPU ohne Abstinenz“ – warum dieses Versprechen ein Alarmsignal ist 

Wenn Sie wegen Alkohol oder Drogen zur MPU müssen und jemand sagt Ihnen, Sie  brauchen „keine Abstinenz, keine Nachweise, sparen Sie sich die 12 Monate“ – dann  sollten Sie hellhörig werden. 

 

Die Fakten: 

Bei harten Drogen (Kokain, Amphetamin, Heroin) ist die Grundlage für eine positive  MPU fast immer eine nachweisbare Abstinenz – in der Regel 12 Monate, in meisten Fällen 15 Monate. Die Beurteilungskriterien sind hier eindeutig, und der Gutachter  hat keinen Spielraum, diese Anforderung zu „erlassen“. Ein anerkannter  Abstinenznachweis kann nur über zertifizierte Stellen wie PIMA, DEKRA oder TÜV erfolgen – mit unangekündigten Urin- oder Haaranalysen, Identitätsprüfung und CTU Standard. 

 

Wer Ihnen „MPU ohne Abstinenz“ verspricht, hat nur zwei Möglichkeiten: 

  1. Er täuscht Sie: Sie glauben, Sie sparen Zeit und Geld – und fallen beim Gutachter  durch, weil keine verwertbaren Nachweise vorliegen. Das Geld ist weg, die MPU  nicht bestanden. 
  2. Er besorgt Ihnen gefälschte Nachweise: Genau das war das Muster im Fall „MPU King“, den das ZDF recherchiert hat – systematische Urkundenfälschung,  staatsanwaltschaftliche Ermittlungen inklusive. 

 

Drei Merkmale, an denen Sie seriöse von unseriösen Anbietern unterscheiden: 

  • Sagt er Ihnen, wie lange? Eine seriöse Vorbereitung sagt: „Bei Ihrer Vorgeschichte  brauchen Sie X Monate Abstinenz.“ Nicht: „Brauchen Sie nicht.“ 
  • Nennt er ein akkreditiertes Labor? Ein gültiger Nachweis kommt von einem  zertifizierten forensischen Labor – nicht von der „Bescheinigung“ des Kursanbieters  selbst. 
  • Passt der Preis zum Versprechen? 2.500 € und durchaus mehr für „keine Abstinenz nötig“ – da kaufen Sie keine Leistung, sondern ein Risiko.